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5. April 2011

Weltklasse zu Gast in Aachen
Isabell Werth und Co. plauderten vor Mitgliedern des Aachen-Laurensberger Rennvereins

In Sachen regionales Brauchtum und örtliche Spezialitäten hatte Vielseitigkeits-Star Andreas Dibowski noch reichlich Nachholbedarf. Von Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth wurden ihm erst einmal die Vorzüge des Karnevals erklärt, ehe es eine kurze Lektion über Aachener Printen gab. Ansonsten standen am Montagabend die Pferde im Vordergrund, der Aachen-Laurensberger Rennverein e.V. (ALRV) hatte seine Mitglieder eingeladen, einer hochinteressanten Talkrunde beizuwohnen.

Neben Dibowski und Werth waren Springreit-Bundestrainer Otto Becker, FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach, Vierspänner-Fahrer Christoph Plücker und Voltigier-Weltmeister Kai Vorberg nach Aachen gekommen. Sie gaben exklusive Einblicke in ihre aktuelle Turniervorbereitung, vor allem aber erzählten sie von ihren ganz persönlichen Aachen-Momenten. Für Otto Becker keine Frage: Die überaus emotionale Verabschiedung seines „Dobel`s Cento“ im Jahr 2006. Sechs Jahre zuvor hatten die beiden den Großen Preis von Aachen gewinnen können (Becker: „Da hat`s so geregnet, eigentlich wollte ich gar nicht starten…“).

Das WM-Jahr 2006 ist auch für Isabell Werth unvergessen: „An diese Emotionen, diesen Enthusiasmus werde ich mich immer erinnern.“ Auch die Zuschauer, egal ob im Stadion oder am TV, werden die vor Glück weinende Isabell Werth auf dem Podium wohl niemals vergessen. Auch für Andreas Dibowski war es ein Sieg, an den er sich besonders gerne zurück erinnert: 2009 war`s, als er erst den DHL-Preis gewann und anschließend spontan entschied, sein Pferd „FRH Serve Well“ in den Ruhestand zu verabschieden. Für den Vielseitigkeitsreiter schlicht ein „perfekter Moment“.

Überraschendes dann von Kai Vorberg: Nicht wie erwartet der WM-Titel von 2006 kommt ihm spontan in den Kopf, sondern sein erster CHIO-Besuch. 1993 war das, eine Dressurprüfung abends unter Flutlicht. Der damals elfjährige Kai ist schwerst beeindruckt und beschließt: Ich komme wieder. Noch überschaubar ist die CHIO-Karriere von Christoph Plücker. Und doch gab es ihn schon, den ganz besonderen Moment: 2009 siegte er im Hindernisfahren, „bis dahin waren in diesem Jahr in allen Disziplinen die deutschen Erfolge überschaubar und wegen mir wurde nun endlich die Nationalhymne gespielt“, schmunzelt der Bäcker, der Nacht für Nacht um ein Uhr zur Arbeit antritt. Und auch FN-Boss Soenke Lauterbach hat seine besondere Erinnerung an das traditionsreiche Gelände in der Aachener Soers: „Die Eröffnung der WM 2006, 64 Hengste gleichzeitig im Stadion bei der Kür der Landgestüte – das war eine Riesensache.“

Allen Gästen ist die Begeisterung für „ihr Aachen“ gemein. Ob Plücker („unsere inoffizielle WM“), Werth („viel besser als Wimbledon“), Becker („einmalig“), Dibowski („an Aachen richte ich meine Jahresplanung aus“) oder Vorberg („Aachen hat unseren Sport nach vorn gebracht“) – alle Sportler freuen sich riesig auf den CHIO Aachen.

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